

Wir wurden zur überörtlichen Unterstützung zu einem LKW Unfall im Nachtbarlandkreis Bayreuth nach Unterlind gerufen. Gemeldet war ein umgefallener LKW im Wald, der Flüssigkeiten verliert bei angrenzenden Bach- und Teichanlagen in der Nähe. Angefordert waren Ölschadensgeräte, darunter Flies zum Ölbinden auf Wasseroberflächen, sowie Ölschlängel.
Durch einen Einweiser wurden wir in Oberölbühl auf Höhe der Tannenstraße in den Wald geführt. Am Unfallort selbst stellte sich die Lage wie folgt dar. Ein voll beladener Holzrücke-LKW war umgekippt. Der Fahrer selbst stand unter Schock, hatte aber selbst keine größeren Verletzungen. Problematisch jedoch waren die auslaufenden Betriebsstoffe, da unmittelbar unterhalb der Unfallstelle ein kleinerer Bach verlief, der seinerseits wiederum nahegelegene Fischweiher speiste.
Die beteiligten Wehren (Unterlind, Neubau, Fichtelberg, Bischofsgrün, Mehlmeisl, Weidenberg) hatten bereits den Ablauf des Baches mit Holzstämmen verschlossen und das ankommende Wasser mittels Pumpen und Schläuchen um die Unfallstelle herumgeführt.
Nach Einweisung durch die Einsatzleitung aus Unterlind und Bayreuth-Land 5/2 brachten wir unser Ölbindemittel Vlies (Rolle) zum Einsatz und deckten damit das angestaute Wasser ab, um so die auslaufenden Betriebsmittel des LKW zu binden. Weiter brachten wir einen Ölschlängel hinterhalb der Holzstämme zum Einsatz, um so austretende Betriebsmittel zu binden. Bereits ausgetretenes Öl im weiteren Bachlauf wurde mit Ölbindetücher aufgenommen.
Nach Freigabe durch das Landratsamt wurde der umgestürzte LKW durch die anwesenden Forstmaschinen aufgestellt. Dieser muss durch einen Tieflader abtransportiert werden.
Im weiteren Verlauf soll eine Entsorgungsfirma das Öl-Wassergemisch entsprechend absaugen.
Die örtlich zuständige Wehr Unterlind blieb vor Ort, während dann die anderen Wehren gegen 12 Uhr wieder abrückten.



